Blog » Inhalte » 26. Juni 2007

Das Problem mit der Registrierung

Im Blog von Townster geht es gerade darum, wie man den Registrierungsprozeß optimieren kann, da gerade bei jungen Startups die verschickten Registrierungsemail im Spam-Filter hängen bleiben.

In den Kommentaren wird auch die Möglichkeit angesprochen, die eine Identifizierung während des Registrierungsprozesses per SMS vorschlagen. An dieser Art von Identifizierung finde ich seit längerem auch mehr und mehr gefallen. Natürlich ist zunächst die Hemmschwelle zur Registrierung höher, aber dafür gewinnt man auch einige Vorteile bei der Administration. So konnten wir bei stadtleben.de, die Maßnahmen gegen die Trolle / Störer, die eigentlich jede Community hat, von monatlich knapp 100 auf nahezu 0 herunterbringen. Die Hemmschwelle wirkt sich nämlich gerade bei diesen Benutzergruppen recht positiv aus. Die meisten haben dann doch etwas Angst, dass sie von Administratoren mal angerufen werden.

Abgesehen davon halte ich es für ein Portal wie Townster oder stadtleben.de absolut wichtig, die Qualität aufrechtzuerhalten. Natürlich ist auch die Quantität wichtig, um überhaupt in der Masse der Web 2.0-Angebote wahrgenommen zu werden. Aber die Qualität wird langfristig über den Erfolg entscheiden. Durch SMS-Aktivierung kann man beispielsweise relativ gut kontrollieren, dass nicht mehrere Dummy-Benutzer angelegt werden, um einen Ort, Restaurant, Geschäft, etc besser als die Konkurrenz zu bewerten. Je früher man mit solchen Maßnahmen anfängt, desto mehr Vertrauen wird man auch bei den Nutzer ernten können.

In diesem Zusammenhang erwähne ich auch gerne, dass wir bei stadtleben.de angefangen haben, alle Karteileichen aus der Datenbank zu löschen. Als Kriterium dient dabei die letzte Anmeldung. Ist ein Benutzer länger als 6 Monate nicht mehr angemeldet gewesen, so wird er automatisch gelöscht. Um nicht mit einem Schlag viele Benutzer in den offiziellen Zahlen zu verlieren, haben wir uns jedoch entschlossen, jeden Monat nur eine bestimmte Anzahl von inaktiven Benutzern zu löschen, so dass nach außen hin die Gesamtzahl der Anmeldungen ungefähr konstant bleibt. So können wir jetzt stolz sagen, dass über 70% von den 44.000 Mitgliedern auch tatsächlich innerhalb der letzten 6 Monate aktiv gewesen sind.